Aphten im Mund – was hilft?

Bei einer Aphte (Afte, Aphthe) handelt es sich um eine entzündliche, oft schmerzlose bis sehr schmerzhafte Schädigung der Mundschleimhaut. Aphten sind nicht ansteckend und bedürfen grundsätzlich keiner speziellen Behandlung. Die folgenden Tipps können jedoch helfen, Aphten vorzubeugen und Symptome zu lindern.

  • Aphtengels, Aphtencremes oder Aphtensalben (Haftsalben für die Mundschleimhaut) aus der Apotheke können die Schmerzen lindern, die dauerhafte Anwendung von Kortisonsalben gilt als umstritten. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt, Hautarzt oder Apotheker beraten.
  • Als naturheilkundliche Hausmittel gegen Aphten werden entzündungshemmende Mittel wie Teebaumöl, Melissenextrakt und Mundspülungen mit Kamillen- oder Salbeitee genannt. Als weitere Hausmittel gegen Aphten werden Tinkturen aus Rhabarberwurzelextrakt oder Myrrhe sowie das Kauen von entzündungshemmenden Lebensmitteln mit hohem Gerbstoffanteil (z. B. Heidelbeeren) empfohlen.
  • Vielleicht gehen die Aphten schneller weg, wenn Sie die Zahncreme wechseln. Eine Zahnpasta als Mittel gegen Aphten ist uns zwar nicht bekannt. Stellen Sie aber sicher, dass Ihre Zahnpasta kein Natriumlaurylsulfat und kein Triclosan enthält – beides erhöht oft das Aphtenrisiko.
  • Achten Sie auf eine gute Mundhygiene und desinfizieren Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig. Nutzen Sie Dentalsprays aus der Apotheke, die nicht nur gegen Bakterien sondern auch gegen Viren und Pilze wirken, damit Sie Re-Infektionen der Aphten mit jeglichen Keimen vermeiden und die natürliche Mundflora dabei nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

 

 

Woran erkenne ich Aphten?

Oft äußert sich eine sog. Aphtose durch weiß-gelbliche Bläschen im Mund, die von einem roten Rand umgeben sind. Sie treten meist an der Wange auf, können jedoch auch am Gaumen, an der Lippe, im Rachenraum, auf dem Zahnfleisch oder auf der Zunge (insbesondere auf Zungenrand und Zungenspitze oder auch unter der Zunge) vorkommen. Beim gleichzeitigen Auftreten mehrerer solcher oft gelblichen Bläschen durch das Herpes-simplex-Virus spricht man von Mundfäule (Stomatitis).

Wie schmerzhaft Aphten sind, ist sehr unterschiedlich. Aphten können sehr schmerzhaft sein, bei stärkerem Befall ist oft sogar die tägliche Lebensführung beeinträchtigt. Das Sprechen, Essen, Schlucken von Wasser oder Speichel ist schmerzhaft. Die Größe von Aphten ist meist nicht ausschlaggebend für das Ausmaß an Schmerz. Vielmehr ist die Stelle im Mund, an der die Aphte auftritt, entscheidend - eine kleine Aphte auf der Zungenspitze kann schmerzhafter sein als eine große Aphte an einer wenig beanspruchten Stelle im Mund.

 

Welche Ursachen haben Aphten überhaupt?

Die Ursachen für die Entstehung von Aphten konnten bisher nicht wirklich bestimmt werden:

  • Mangelnde Mundhygiene, womöglich mit schädlichen Hilfsmitteln (verschlissene und verkeimte Zahnbürste) oder mangelnde Sorgfalt beim Einsetzen der Zahnspange (spitze Kanten!) oder der Zahnprothese erhöht ebenfalls die Gefahr bzw. verzögern die Heilung.
  • Ungesunde Ernährung und besonders säurehaltige, salzige, scharfe und pieksige Lebensmittel sowie Nüsse erhöhen das Vorkommen von Aphten. Raucher leiden übrigens seltener an Aphten als Nichtraucher. Bei Säuglingen und Kleinkindern/Kindern werden Aphten häufiger wahrgenommen.
  • Ein geschwächtes Immunsystem, Vitaminmangel, Eisenmangel, Schwankungen des Hormonspiegels und Stress erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens. Ein Zusammenhang mit Periode oder Wechseljahren ist jedoch nicht belegt.